DeLFI 2010 Duisburg, 12. bis 15. September 2010

Bereiche

Achte e-Learning-Fachtagung Informatik der Gesellschaft für Informatik

Die DeLFI 2010 wird zusammen mit der Mensch & Computer und den Usability Professionals sowie mit dem speziellen Thementrack Entertainment Interfaces ausgerichtet.

Interaktive Medien und Systeme verändern unsere Arbeits- und Lebensweisen tiefgreifend und damit auch unseren sozialen Kontext und unser Selbstverständnis. Unter dem Motto „Interaktive Kulturen“ geht die DeLFI 2010 den vielschichtigen Fragen des Lernens mit digitalen Medien und der digitalen Vernetzung in Gruppen und Gemeinschaften nach. Die Tagung findet im Kontext der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr.2010 statt und lädt dazu ein, die vielfältigen Bezüge zwischen digitalen Medien und Kultur zu explorieren.

Die DeLFI 2010 präsentiert dem interessierten Fachpublikum aktuelle, innovative und informatiknahe Ergebnisse zum Thema E-Learning aus Forschung und Praxis. Anwender/innen und Entwickler/innen erhalten die Möglichkeit, sich über das digitale Lernen und Lehren auszutauschen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den Anforderungen an die Informatik und den daraus resultierenden Ergebnissen.

Im Rahmen der Tagung Interaktive Kulturen soll ein gemeinsamer Workshop für Doktorandinnen und Doktoranden angeboten werden, in dem laufende oder kürzlich abgeschlossene Promotionsvorhaben vorgestellt und gemeinsam mit Fachexperten aller Disziplinen diskutiert werden. Es ist vorgesehen, die für die Präsentation und Diskussion ausgewählten Arbeiten auch im Workshopband der Tagung zu veröffentlichen.

Die Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) ist die größte Vereinigung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum. Sie versteht sich als Plattform für Informatikfachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft, Lehre und Öffentlicher Verwaltung und versammelt eine geballte Konzentration an Wissen, Innovation und Visionen. Kernthemen ihrer Arbeit sind unter anderem die Nachwuchsförderung, der Wissenstransfer von der Forschung in die Anwendung, Fragen des Datenschutzes und der Sicherheit von Informatiksystemen. Rund 25.000 persönliche Mitglieder, darunter 2.500 Studierende und knapp 300 Unternehmen und Institutionen, profitieren von diesem Netzwerk.

Termine

14.03.2010 (Fristverlängerung)

Einreichung von Beiträgen, Kurzbeiträgen, System-Demonstrationen, Workshops

01.05.2010

Benachrichtigung über Annahme bzw. Ablehnung der Beiträge (Workshops bis zum 15.04.2010)

15.06.2010

Einreichung von Postern (erscheinen nicht im Konferenzband), Einreichung von Positionspapieren an die Workshop-Veranstalter

16.07.2010

Ablauf der Frühbucher-Preise

Tagungsschwerpunkte

Mögliche Themen sind:

Werkzeuge und Standards des E-Learning

Lernumgebungen und spezifische Unterstützungssysteme

Didaktik des Lernens mit digitalen Medien

Technische Unterstützung von Kompetenzentwicklung und Organisation von Lernprozessen

Call for Papers

Erbeten werden innovative, bisher unveröffentlichte Forschungs- und Anwendungsbeiträge zu den genannten Themen bis zum 8. März 2010. Forschungsbeiträge beschreiben und bewerten die Forschungsmethodik und -ergebnisse. Anwendungsbeiträge leiten aus dem Einsatz von E-Learning neue Erkenntnisse ab. Herausragende Beiträge werden mit einem Best Paper Award ausgezeichnet.

Der Tagungsband wird in der GI Edition „Lecture Notes on Informatics“ (LNI) erscheinen. Angenommene Beiträge werden in einem 30-minütigen Vortrag (einschl. Diskussion) auf der Tagung vorgestellt. Die Beiträge sind in vollständiger Fassung in elektronischer Form über die Webseite der Tagung einzureichen. Ausführliche Einreichungs- und Autorenrichtlinien finden sich auf der Webseite der Tagung.

Call for Workshops/Demonstrations

Alle interessierten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sind eingeladen, bis zum 8. März 2010 Vorschläge für Workshops/Demonstrations zu einem relevanten Themengebiet einzureichen. Die Ausrichter handeln eigenverantwortlich.

Beitragsformen und Autorenhinweise

Hier erhalten Sie Informationen über das Verfahren zur Einreichung von Beiträgen, die verschiedenen möglichen Beitragsformen, die Autorenrichtlinien für Beiträge zur DeLFI 2010 sowie zum Best Paper Award der Tagung.

Einreichung von Beiträgen

Die Abgabe von Beiträgen erfolgt ausschließlich in elektronischer Form über das Konferenzmanagement-System: Melden Sie sich dazu bitte als neue/r Benutzer/in an. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, Ihren Beitrag einzureichen. Jeder Beitrag sollte nur von einem der Autor/innen (vorzugsweise der Erstautorin bzw. dem Erstautor) eingereicht werden. Nach der Begutachtung der Beiträge ist das Ergebnis über das Konferenzmanagement-System abrufbar. Für die Anmeldung zur Teilnahme an der Konferenz nutzen Sie bitte ebenfalls diesen Zugang.

Für die einzelnen Beitragsformen gelten unterschiedliche Anforderungen und Begrenzungen an Umfang und Detaillierung der Beiträge. Zudem ist es für die Veröffentlichung im Tagungsband Voraussetzung, dass mindestens eine/r der Autor/innen an der Tagung teilnimmt und dort den Beitrag präsentiert. Ein Honorar kann hierfür nicht gezahlt werden. Wie üblich gelten für Autor/innen von Tagungsbeiträgen die gleichen Tagungsgebühren wie für alle anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Konferenzsprache ist Deutsch. Beiträge können aber in deutscher oder englischer Sprache eingereicht und präsentiert werden.

Bei der Einreichung von Beiträgen müssen die Autorenrichtlinien befolgt werden.

Beitragsformen

Eine Tagung mit einem so reichhaltigen Spektrum lebt von vielen unterschiedlichen Beiträgen. Um einen lebendigen und fachübergreifenden Austausch zu ermöglichen, sind folgende Formate vorgesehen:

Langbeiträge (Vorträge)

Hierbei kann es sich sowohl um Forschungs- als auch um Praxisberichte handeln. Bei der Auswahl werden beide Formen unterschiedlich nach geeigneten Kriterien bewertet. Ihre Vorträge sollten 12 DIN-A4-Seiten nicht überschreiten und ausschließlich im Format Lecture Notes in Informatics (LNI) verfasst sein. Angenommene Beiträge werden im Volltext im Tagungsband veröffentlicht. Der Tagungsband erscheint im Köllen-Verlag. Die Beiträge werden anonym eingereicht und begutachtet. Herausragende Beiträge werden mit einem Best Paper Award ausgezeichnet.

Kurzbeiträge

In dieser Kategorie können ebenfalls forschungs- oder praxisorientierte Arbeiten eingereicht werden. Erwünscht sind insbesondere Darstellungen innovativer Konzepte oder Techniken oder Berichte zu relevanten (Zwischen-)Ergebnissen aus laufenden Arbeiten. Diese müssen noch nicht vollständig umgesetzt bzw. untersucht sein, sollen aber einen deutlichen Beitrag gegenüber dem aktuellen Forschungsstand bzw. der aktuellen Praxis liefern. Kurzbeiträge haben einen Umfang von vier bis sechs Seiten und sind ausschließlich im Format Lecture Notes in Informatics (LNI) zu verfassen. Die Beiträge sind zu anonymisieren. Es ist geplant, Kurzbeiträge auf der Tagung in Form von moderierten, geführten Postersessions zu präsentieren. Angenommene Beiträge werden im Volltext im Tagungsband veröffentlicht. Der Tagungsband erscheint im Köllen-Verlag. Die Beiträge werden anonym eingereicht und begutachtet. Herausragende Beiträge werden mit einem Best Paper Award ausgezeichnet.

System-Demonstrationen

Sie werden in speziellen Sitzungen in einem Kurzvortrag mit Vorführung präsentiert und können im Ausstellungsbereich während der interaktiven Postersitzungen gezeigt werden. System-Demonstrationen sollen auf Systemlösungen oder Werkzeuge abzielen und jeweils auf maximal vier Seiten erläutert werden. Der Zugang zur Software sollte wenn möglich über das Web ermöglicht werden. Die Beiträge werden anonym eingereicht und begutachtet.

Poster

Sie stellen in Kurzform Forschungsergebnisse und Praxisbeispiele dar und werden in interaktiven Postersitzungen gezeigt. Poster eignen sich insbesondere für Arbeiten, die sich noch in der Entwicklung befinden. Zu jedem Poster ist eine Kurzvorstellung auf maximal 4 Seiten einzureichen. Die Beiträge werden anonym eingereicht und begutachtet.

Workshops

Sie finden Sonntag halb- oder ganztägig bzw. am Mittwochnachmittag statt und bieten ein offenes Forum für Kurzpräsentationen, Diskussionen oder gemeinsames Arbeiten. Vorschläge für Workshops sollen einen Umfang von zwei bis drei Seiten unter Verwendung des Templates unter den Autorenrichtlinien haben. Hierin sollen die Inhalte und Ziele des jeweiligen Workshops dargestellt sowie die Verantwortlichen und die Zielgruppe genannt werden. Die einzelnen Beiträge für einen Workshop werden bei den Organisatoren eines Workshops eingereicht. Die Beiträge werden in einem Workshopband publiziert.

Autorenrichtlinien zur Erstellung von Beiträgen

Der DeLFI-2010-Tagungsband wird in elektronischer Form, sowie nach gesonderter Bestellung in gedruckter Form, im Köllen-Verlag erscheinen.

Bitte reichen Sie Ihre Beiträge für die erste Begutachtung nur als PDF-Dokument und für die endgültige Druckfassung druckreif als Word-Dokument (ab Version 2000) und zusätzlich als PDF-Dokument gemäß den Autorenrichtlinien und den Hinweisen zur Anfertigung von Abbildungen ein. Andere Format können nicht entgegengenommen werden.

Bitte vergewissern Sie sich, dass Ihr Beitrag den folgenden Anforderungen genügt:

Die Beiträge können in deutscher oder englischer Sprache eingereicht und präsentiert werden.

Bitte beachten Sie auch die Terminübersicht (Einreichungsfristen/Benachrichtigung über Annahme bzw. Ablehnung).

Best Paper Award

In der Abendveranstaltung werden die Preisträger der Tagung geehrt. Herausragende Beiträge werden mit einem Best Paper Award ausgezeichnet.

Programm

Vollständiges Programm

Das Programm ist hier nur noch als Überblick einsehbar, für die vollständigen Informationen laden Sie bitte unser Programmheft herunter. Dieses wird bei der Anmeldung auch in gedruckter Form zur Verfügung gestellt.

German UPA Track

Die Programminformationen des German UPA Track sind außerdem weiterhin vollständig auf der Website der German UPA verfügbar.

Programmüberblick

Doktoranden-Workshop

Im Rahmen der Tagung Interaktive Kulturen soll ein für die Teilkonferenzen gemeinsamer Workshop für Doktorandinnen und Doktoranden angeboten werden. Hier sollen laufende bzw. kürzlich abgeschlossene Promotionsvorhaben vorgestellt, von Fachexperten der beteiligten Disziplinen kommentiert und gemeinsam diskutiert werden. Dadurch sollen nicht nur einzelne Arbeiten unterstützt, sondern auch der Austausch zwischen Doktoranden gefördert werden. Auch sollen zukünftige Doktoranden durch die vorgestellten Dissertationsprojekte Orientierungshilfen und Anregungen für die eigenen Arbeiten erhalten.

Organisatoren und Verantwortliche für das Auswahlverfahren des Doktoranden-Workshops sind:

Teilnahme / Bewerbung

Interessierte Teilnehmer arbeiten gerade an einer Dissertation im Themenbereich der Konferenzen Mensch und Computer (einschl. Interaktionsdesign, Usability, CSCW) oder DeLFI (einschl. Lehren und Lernen mit interaktiven Medien sowie CSCL) oder im Bereich Entertainment Interfaces, bzw. haben eine solche gerade abgeschlossen. Interessenten bewerben sich bis zum 28. Juni 2010 mit einer Kurzdarstellung aus dem Kontext ihrer Dissertation (Motivation, Problemstellung, Lösungsweg, (Zwischen-)Ergebnisse) auf maximal vier Seiten. Eine Formatvorlage ist unter http://www.gi-ev.de/fileadmin/redaktion/2005_LNI/PDF/LNI-word-vorlage.doc zu finden, die Einreichung erfolgt über https://www.conftool.com/interaktive-kulturen.de/.

Es ist vorgesehen, die für die Präsentation und Diskussion ausgewählten Arbeiten auch im Workshopband der Tagung zu veröffentlichen.

Ablauf

Der Doktoranden-Workshop findet als Teil der Tagung Interaktive Kulturen am Mittwoch, den 15. September 2010 auf dem Campus Duisburg der Universität-Duisburg-Essen statt. Während des Workshops stellen sich die Doktoranden (kurz) gegenseitig ihre Arbeiten vor. Es besteht ausreichend Zeit zur Diskussion untereinander und mit Fachexperten aus den beteiligten Disziplinen.

Workshops

Workshop „4. Workshop E-Learning 2.0: Social Software and Web-based Interaction in Learning“

(Ausführliche Informationen) Social Software und andere Ansätze des Web 2.0 verfügen in Bildungskontexten über sehr hohe Potenziale und werden vermehrt in solchen eingesetzt. Lernen ist in aller Regel und insbesondere auch in informellen Lernsettings ein sozialer Vorgang, welcher durch die das Web prägenden Prinzipien befördert werden kann. Zum einen können typische Nachteile, die dem Erfolg klassischer E-Learning Szenarien entgegenstehen, gemildert werden, zum anderen ermöglichen mit Social Software ausgestaltete E-Learning-Angebote eine Reihe weitergehender Mehrwerte gegenüber traditionellen Lernkontexten. Insbesondere erleichtern die geringen Partizipationsbarrieren Nutzern den Zugang zu Bildungsangeboten, fördern deren aktive Beteiligung und die Nachvollziehbarkeit und Transparenz von Lern- und Kommunikationsprozessen und erlauben deren Analyse und Auswertung für zukünftige Lernsituationen (Metalernen).

Für einen erfolgreichen Einsatz von Web-Technologien und Social Software im E-Learning sind verschiedene Herausforderungen auf fünf Ebenen in der Forschung und Entwicklung zu adressieren:

Themenbereiche

Ziel des Workshops ist es, aktuelle Erfahrungen und Forschungsergebnisse vorzustellen und zu diskutieren, sowie zukünftige Perspektiven aufzuzeigen, die sich unter Schlagworten wie Social Software und Web-Technologien im Bildungskontext zusammenfassen lassen. Dabei sollen im Rahmen der DeLFI 2010 insbesondere technologische Fragestellungen und Praxiserfahrungen des Einsatzes von Social Software adressiert werden. Eine nicht ausschließende Auswahl möglicher Themenbereiche umfasst:

Organisation und Ablauf des Workshops

Der Workshop wird als ganztägige Veranstaltung im Rahmen der DeLFI 2010 durchgeführt. Von den Teilnehmern werden hierfür schriftliche Beiträge im Umfang von bis zu sechs Seiten (im LNI-Format) erwartet, die in Vorträgen von ca. 15 Minuten vorgestellt werden sollen. Wie in den Vorjahren auch soll eine Web-2.0-Anwendung unmittelbar im Workshop eingesetzt werden (2007: Mindmeister, 2008: Twittopia, 2009: CoDaCo). Alle Beiträge einer Session werden zum Abschluss der jeweiligen Session von einem Workshop-Teilnehmer zusammengefasst und gemeinsam diskutiert. Ferner ist vorgesehen, einzelne prototypische Entwicklungen in Form einer Demosession bestehend aus drei- bis fünfminütigen Impulsvorträgen und anschließenden Poster- oder Rechnerpräsentationen vorzustellen. Abgerundet wird der Workshop durch eine Abschlussdiskussion. Die einzelnen Beiträge des Workshops werden in einem eigenen Workshop-Band der DeLFI 2010 veröffentlicht.

Einreichung von Beiträgen

Interessenten für Beiträge können diese in Form eines bis zu sechsseitigen Artikels zu den zuvor genannten Themengebieten bis zum 15. Juni einreichen. Die Beiträge sind in vollständiger Fassung als PDF-Datei über das Konferenzmanagementsystem EasyChair einzureichen. Eine Verlängerung der Einreichungsfrist wird nicht möglich sein. Bei etwaigen Problemen wenden Sie sich bitte an delfi-ws-elearning20@httc.de.

Interessenten für die Demo-Session werden gebeten, einen zwei- bis dreiseitigen Kurzartikel über das vorzustellende System bzw. Tool etc. und dessen Innovation, sowie eine kurze, formlose Beschreibung der geplanten Durchführung der Demonstration, ebenfalls bis zum 15. Juni einzureichen. Neben der tatsächlichen Vorführung konkreter Systeme und Tools besteht auch die Möglichkeit einer Video-Präsentation.

Die Einreichungen werden vom Programmkomitee begutachtet. Die Termine für die Benachrichtigung der Autoren und die Einreichung der endgültigen Fassung werden noch festgelegt und bekannt gegeben.

Programmkomitee

Workshopleitung

Kontakt

Termine

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Workshop „Lerninfrastruktur an Schulen“

Schulen stehen aktuell vor der Herausforderung für die ubiquitäre Nutzung digitaler Medien, wie sie in anderen Lebensbereichen mehr und mehr stattfindet, Infrastrukturkonzepte zu entwickeln und zu implementieren. Hierbei müssen aber nicht nur Fragen der Hardwareausstattung und Raumgestaltung geklärt werden, wichtiger noch sind Konzepte zur curricularen Einbettung der Medienarbeit, zur Schul- und Personalentwicklung sowie Supportkonzepte für Schulen und Lehrkräfte. Im Workshop werden aktuelle Konzepte und Erfahrungen mit der Umsetzung solcher Infrastruktur-Ansätze an Schulen dargestellt und diskutiert. Der Workshop will Wissenschaftler/innen mit Lehrenden und Verantwortlichen aus dem Schulbereich zusammenbringen.

Programmkommitee

Hintergrund und Ziele des Workshops

Die Forschung zum computergestützten Lernen in der Schule thematisiert den Computer vor allem im Rahmen einzelner Unterrichtsfächer oder fachübergreifender Projekte. Mit der zunehmenden Durchdringung von Schule mit digitaler Technologie (ubiquitous computing) stellt sich die Frage nach Infrastruktur-Konzepten, die die Schule „als Ganzes“ erfasst und dabei u. a. auch räumliche Nutzungs- und Einsatzkonzepte, Ansätze für schulische IT-Architektur und deren nachhaltige Einführung einschließt. Neben den Ausstattungs- und Mediennutzungskonzepten gehören hierzu auch Aktivitäten der Personalentwicklung/Lehrerfortbildung, der Unterrichtsentwicklung, der Bereitstellung von Lernressourcen und der strategischen Profilierung der Schule nach Außen.

Diese Entwicklungen werden konkret sichtbar in neueren Infrastruktur-Konzepten, die etwa die Trennung von Computerraum und „normalem“ Klassenzimmer in der Schule auflösen. Ähnliche Fragen ergeben sich im Hinblick auf die Speicherung von Daten in einem lokalen, nur in der Schule und nicht von Zuhause zu erreichenden, Netzwerk. Nicht zuletzt durch die zunehmende Bedeutung von Web 2.0 werden traditionelle Konzepte des schulischen Datenmanagement infrage gestellt.

In einigen Schulen sind bereits zukunftsweisende Konzepte zu erkennen: Flexibel im Klassenraum einsetzbare Medienwagen mit Notebooks für die Lernenden, der durchgängige Einsatz von Lernplattformen, individuelle Endgeräte für Schülerinnen und Schüler (die Palette reicht hier von Lernsticks über Netbooks und Mobiletelefon bis hin zu Notebooks), aber auch medial ausgestattete Lerninseln in Bibliotheken und Ganztagsschulen sind Komponenten der Hardwareausstattung einer solchen Lerninfrastruktur. Neben der Hardwareausstattung sind aber vor allem die Zielsetzungen der Schule zur Schul- und Unterrichtsentwicklung und zur Profilbildung der Schule sowie die Maßnahmen zur Erreichung der Ziele wichtig.

Im Workshop werden aktuelle Konzepte und Erfahrungen mit der Umsetzung solcher Infrastruktur-Ansätze an Schulen dargestellt und diskutiert. Der Workshop soll Wissenschaftler/innen mit Lehrenden und Verantwortlichen aus dem Schulbereich zusammenbringen.

Programm

Nachhaltige Integration digitaler Medien in Schulen aus Sicht der Educational Governance (Richard Heinen, M. A., Universität Duisburg-Essen)

Die Integration digitaler Medien in den Unterricht hat sich seit den sechziger Jahren im mehreren Phasen entwickelt. Der Einsatz digitaler Medien konnte dabei in allen Phasen die mit ihm verbundenen Erwartungen nicht erfüllen, weder im Umfang noch in der Qualität. Mit der immer stärkeren Durchdringung des Alltags mit Computern und der steigenden privaten Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit mobilen Endgeräten könnte eine weitere Phase der schulischen Mediennutzung beginnen. Educational Governance versucht neue Mechanismen der Steuerung von Schule zu beschreiben. Eine Betrachtung der Integration digitaler Medien in Schulen und Unterricht aus einer Perspektive der Educational Governance soll zeigen, ob und wie diese Steuermechanismen zur Medieninnovation genutzt werden.

Aufbau und Etablierung einer individuellen Lerninfrastruktur im schulischen Bereich (StD Alfons Musolf, M.A., Bischöfliche Maria-Montessori-Gesamtschule Krefeld)

Digitale Kompetenzen sind im schulischen Bereich noch nicht so ausgeprägt, wie es hinsichtlich der schnellen Entwicklungen digitaler Angebote erforderlich wäre. Die Kluft, die sich zwischen der digitalen Wirklichkeit in der Schule und dem privaten Nutzerverhalten der Lernenden auftut, behindert die Akzeptanz von Computer und Internet als Lernmedium. Veränderungen und Fortschritte lassen sich durch den Aufbau und die Etablierung einer individuellen Lerninfrastruktur im schulischen Bereich forcieren. Eine Lerninfrastruktur kann einerseits durch die Nutzung einer virtuellen Lernplattform etabliert werden. Andererseits erweist sich der Einsatz von freien Webtools aus dem Bereich des Web 2.0 oftmals als die individuellere und flexiblere Lösung, da bei diesen Werkzeugen Möglichkeiten der Kollaboration und Partizipation bereits implementiert sind, wodurch Selbstlernprozesse angeregt und gefördert werden können.

Medienintegration durch Notebookklassen – ein Infrastrukturkonzept am Beispiel einer berufsbilden- den Vollzeitschule (Claus Bauer, Marc Egloffstein, Universität Bamberg)

Am Beispiel einer berufsbildenden Vollzeitschule wird dargestellt, wie eine umfassende Medienintegration durch die Einführung von Notebookklassen realisiert werden kann. Neben technischen und organisatorischen Rahmenbedin- gungen werden auch Folgeeffekte für die Personal- und Schulentwicklung skiz- ziert. Die Einführung von Notebookklassen führte zu einem weitreichenden Medi- ennutzungskonzept, welches auch den Unterricht in traditionellen Klassen einbe- zieht.

Lern-IT in NRW: integrierte IT-Gesamtlösungen & zentraler Zugang zu Lern- und Bildungsmedien (Wolfgang Vaupel, Medienberatung NRW)

Lernplattformen erweitern die Lernmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler über den klassischen (Präsenz-) Unterricht hinaus, bringen Transparenz in die schulischen Anforderungen und Sicherheit für Nachbereitungen und Wiederholungen. Lernplattformen sind als Teil der schulischen “Lern-IT” anzusehen und werden deshalb zunehmend von kommunalen Schulträgern als integrierte Gesamtlösung den Schulen bereit gestellt (Beispiel Stadt Hennef). Lernplattformen sind Werkzeuge, die Inhalte erfordern. Um vorhandene Lern- und Bildungsmedien verschiedenster Anbiter weitgehend vollständig und gleichzeitig sehr einfach zugänglich zu machen, entwickeln wir mit kommunalen IT-Dienstleistern unter der bekannten Bezeichnung „learnline NRW” eine zentrale Bildungssuche. In weiteren Ausbaustufen wird diese Suche in die gängigen schulischen Lernplattformen integriert und der Zugriff auf geschützte Inhalte per Single-sign-on verwirklicht.

Pervasive IT in Schulen – ein Fass ohne Boden oder Basis neuer Lern- und Lehrformen? (Prof. Dr. Andreas Breiter, Universtät Bremen, Dr. Stefan Welling, ifib Bremen)

Die schulische Integration digitaler Medien hat noch nicht ihr volles Potenzial erreicht. Das wird u.a. auf die strukturellen Einschränkungen der Computerraumnutzung zurückgeführt, die in den meisten Schulen die technische Basis der Nutzung der digitalen Medien darstellt. Immer öfters wird davon ausgegangen, dass sich diese Probleme durch den breiten Einsatz mobiler Endgeräte (z.B. Netbooks) überkommen lassen und sich die Medienintegration dadurch stark verbessern lässt. Der vorliegende Beitrag zeigt auf, welche Herausforderungen (u.a. technisch, organisatorisch, kulturell und pädagogisch) mit der Etablierung pervasiver IT-Infrastrukturen in Schule einhergehen und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um vor diesem Hintergrund allen am Lernprozess beteiligten Akteuren Chancen für die Entwicklung neuer Lern- und Lehrformen einzuräumen.

Ansprechpartner

Termine

Workshop „Das CMS Drupal als Lernumgebung“

Für den Workshop „Das Content Management System Drupal als Lernumgebung“ im Rahmen der 8. e-Learning Fachtagung Informatik – DeLFI 2010 vom 12. bis 15. September 2010 in Duisburg können nun Beiträge eingereicht werden.

Abstract

In den letzten Jahren werden immer häufiger Open Source Content Management Systeme (kurz CMS) wie Drupal auch für Bereiche des Lernmanagements oder als Personal Learning Environment eingesetzt. Obwohl es mit Ilias oder Moodle beispielsweise dedizierte Open Source Lösungen für diesen Sektor gibt, bietet der Einsatz von Drupal diverse Möglichkeiten, die von reinen Lernmanagementsystemen (LMS) nicht abgedeckt werden. Im Rahmen des Workshops wird es darum gehen, die Chancen und Möglichkeiten die der Einsatz von Drupal bietet zu eruieren und neue Wege im Bereich der Lern Management Software zu diskutieren.

Überblick

Open Source Content Management Systeme sind seit einigen Jahren aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob als einfacher Blog oder als komplexes Autorensystem die Anwendungsmöglichkeiten sind extrem breit gefächert. Auch in Kontexten der Aus- und Weiterbildung kommen CMS immer häufiger zum Einsatz. Eines der erfolgreichsten Systeme der letzten Jahre ist das ursprünglich von Dries Buytaert entwickelte System Drupal. Dieses wird sogar für den aktuellen Webauftritt des „Weißen Hauses“ verwendet. Drupal hat eine der größten und aktivsten Entwicklercommunities, so dass permanent neue Versionen aber auch Module bzw. Erweiterungen zur Verfügung stehen.

Drupal versteht sich im Gegensatz zu vielen etablierten LMS nicht als abgeschlossenes System, sondern bietet bereits über Kernmodule die Möglichkeit externe Ressourcen als Content-Quelle zu nutzen. Ferner können Meta-Informationen leichter generiert und effizienter verwaltet werden. Aufgrund der aktuellen Entwicklungsarbeiten mit dem Ziel Lernaustauschformate wie z. B. SCORM (Sharable Content Object Reference Model) über Module zur Verfügung zu stellen, wird auch der letzte Bereich der LMS erschlossen.

Diese Entwicklungen legen den Grundstein zur Umsetzung von Personal Learning Environments (PLE), die die Funktionen der klassischen LMS und e-Portfolio Systeme mit denen von aktuellen Content Management und Community Systemen verbindet.

Inhalt des Workshops

Der Workshop möchte die, in diesem Forschungsbereich, aktuell Forschenden zusammenführen und so die Möglichkeit für einen fachlichen Austausch initiieren. Da die Forschung in diesem speziellen Bereich bisher wenig institutionalisiert ist erfolgt die Konzentration auf ein spezielles CMS für diesen Workshop. Es lassen sich allerdings auch generelle Erkenntnisse über den Einsatz von CMS als LMS gewinnen, die somit auch auf andere Systeme übertragbar sind.

Die unterschiedlichen Themen des Workshops werden durch 15- bis 20-minütige Initialvorträge dem Plenum vorgestellt, welches anschließend gemeinsam, in Diskussionsrunden, Chancen, Probleme und Einsatzmöglichkeiten erarbeiten kann. Für die Vorträge ist es somit elementar das sie ein konkretes Problem, ein theoretisches Einsatzszenario, oder ein Best Practice Beispiel schildern, um eine nachhaltige Diskussion zu initiieren.

Mögliche Themen können sein:

Weitere Vorschläge für relevante Themen sind herzlich willkommen. Beiträge (maximal sechs Seiten) zu den Themenschwerpunkten des Workshops können bis zum 21. Juni 2010 eingereicht werden. Bitte schicken Sie Ihre Beiträge in vollständiger Fassung als PDF-Datei an Marcel Vervenne. Die Einreichungen werden von einem Programmkomitee begutachtet. Angenommene Beiträge werden in einem gesonderten Workshop-Band zur DeLFI-Tagung veröffentlicht. Die Termine für die Benachrichtigung der Autoren und die Einreichung der endgültigen Fassung, mit entsprechenden Formatierungsvorgaben, werden noch festgelegt und bekannt gegeben.

Termine

Konferenzgebühren

|—————————————-+————+————-| | | Frühbucher | Normalpreis | +—————————————-+————+————-+ | Nichtmitglieder | 320 € | 380 € | | Mitglieder GI, UPA, German Chapter ACM | 220 € | 270 € | | Hochschulangehörige | 250 € | 300 € | | Studierende | 40 € | 60 € | | Studierende (indiv. Mitglieder GI, UPA, ACM) | 30 € | 50 € | |—————————————-+————+————-| | Tageskarte | | 120 € | | Tageskarte Studierende | | 25 € | |—————————————-+————+————-| | Tagungsband M&C | | 34,00 € | | Tagungsband DeLFI | | 36,00 € | | Tagungsband UPA (Jahresband) | | kostenlos | | Workshopband | | 18,00 € | |—————————————-+————+————-|

Hinweise

Tagungsbände

Jeder Teilnehmer erhält zu Beginn der Tagung die gesamten Proceedings in elektronischer Form. Die einzelnen Tagungsbände können bei der Anmeldung zusätzlich bestellt werden.

Abendveranstaltung

Die Abendveranstaltung ist ein fester Bestandteil der Tagung und kann somit bei der Anmeldung zur Tagung nicht abbestellt werden. Sie wird aus steuerrechtlichen Gründen auf der Rechnung getrennt aufgeführt. Für Studierende ist die Teilnahme an der Abendveranstaltung nicht in den Konferenzgebühren enthalten, kann jedoch zu einem Preis von 45 Euro bei der Anmeldung zusätzlich erworben werden.

Zusätzliche Karten für die Abendveranstaltung sind zum Preis von 45 Euro bei der Anmeldung erhältlich.

Teilnahme- und Zahlungsbedingungen

Die Anmeldung zur Teilnahme ist verbindlich. Sollten Sie Ihre Anmeldung bis 30 Tage vor Beginn der Veranstaltung annullieren, so werden 80 Prozent der Gebühren rückerstattet. In allen anderen Fällen bleiben Ihre finanziellen Verpflichtungen vollumfänglich bestehen.

In Ausnahmefällen können Sie eine Person bestimmen, die an Ihrer Stelle an der Konferenz teilnimmt. Sollten Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wollen, müssen Sie uns dies brieflich oder per E-Mail mitteilen. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter Kontakt.

Die Anmeldegebühr wird sofort mit der Anmeldung fällig und ist innerhalb 14 Tagen nach der Online-Anmeldung, aber nicht später als 7 Tage vor Beginn der Veranstaltung zu bezahlen. Für Frühbucher sollte dementsprechend die Zahlung bis spätestens 14 Tage nach Ende des Frühbucherzeitraums eingegangen sein. Ein Anspruch auf Teilnahme besteht erst nach Eingang des gesamten Teilnahmebetrages.

Änderungen im Konferenz-Programm sind vorbehalten.

Im Falle der Absage der Konferenz werden Ihre Zahlungen zurückerstattet. Es bestehen keine weiteren Verpflichtungen des Organisators gegenüber dem Teilnehmer. Die Anmeldungen bleiben hingegen gültig, falls die Veranstaltung verschoben werden muss.

Programmkomitee

Vorsitz

Review

Veranstalter

Veranstalter der Tagung sind die Gesellschaft für Informatik sowie das German Chapter of the ACM. Ausrichter der Tagung ist die Universität Duisburg-Essen. Die Tagung findet am Campus Duisburg statt.

Kontaktinformationen der Tagungsleitung

Universität Duisburg-Essen
Lehrstuhl für Mediendidaktik und Wissensmanagement
Prof. Dr. Michael Kerres
Forsthausweg 2
47057 Duisburg

Sekretariat

Tel.: +49 (0) 203 379-2773
Fax: +49 (0) 203 379-4499

Organisationskomitee Gesamtkonferenz